Psychisch krank und Rauchen
Patienten mit psychischen Erkrankungen wie z.B. Schizophrenie zeigen einen erhöhten Tabakkonsum.
(CH) In einer Studie aus Australien, bei der Patienten einer ambulanten psychiatrischen Einrichtung befragt wurden, gaben 62 % der Befragten an zu rauchen. Die meisten von ihnen wurden wegen einer Schizophrenie behandelt. Dies waren fast 4-mal so viele wie in der Gesamtbevölkerung (16 %). Außerdem rauchten sie im Durchschnitt 50 % Zigaretten mehr am Tag. Die stärksten Raucher brachten es dabei auf 80 Zigaretten pro Tag. Während 59 % der Befragten mit dem Rauchen aufhören und 74 % es reduzieren wollten, hatten nur 12 % erfolgreich mit dem Rauchen aufgehört.
Psychiatrische Erkrankungen wie die Schizophrenie scheinen also mit häufigem und starkem Tabakkonsum verknüpft zu sein. Außerdem scheint den Betroffenen das Aufhören oder Reduzieren des Konsums noch schwerer zu fallen als einem psychisch Gesunden. Da das Krankheits- und Mortalitätsrisiko des Rauchens psychisch Kranke genauso betrifft wie psychisch Gesunde, sollte bei psychisch Erkrankten auch über Nikotinentwöhnungsprogramme nachgedacht werden.
Quelle: Malberg K: Psychisch Kranke rauchen häufiger und mehr. MMW-Fortschr. Med. 43 (2008) 20. Bild: www.fotolia.de
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