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Schizophrenie: Ein Wahrnehmungsfehler verursacht das Gefühl der Fremdbestimmung  
 

Ein Fehler in der Wahrnehmung der eigenen Bewegungen verursacht bei Schizophrenie-Patienten das Gefühl der Fremdbestimmung, ein charakteristisches Symptom der Schizophrenie. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Hertie-Instituts für klinische Hirnforschung (HIH) im Universitätsklinikum Tübingen in einer in BRAIN erschienenen Studie, die mit Beteiligung der Universitätsklinik für Psychiatrie entstanden ist. Die Wissenschaftler wiesen erstmals einen direkten Zusammenhang zwischen einem Defizit in einem basalen Wahrnehmungsmechanismus für die eigenen Bewegungen und dem Symptom der gefühlten Fremdbestimmung nach.

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Jugendliche und Schizophrenie - Ein schwieriges Thema  
 
Gerade bei Jugendlichen wird eine Erstmanifestation der Schizophrenie oft erst nach längerer Zeit erkannt und dadurch komplizierter.

Manifestiert sich eine Psychose erstmals bereits im Jugendalter, wird sie oft nicht rechtzeitig erkannt und bleibt über einen längeren Zeitraum unbehandelt. Nach Meinung von Dr. Benno von Schimmelmann, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Duisburg-Essen, könnte eine mögliche Ursache dafür sein, dass eine Schizophrenie bei Jugendlichen häufig schleichender verläuft als beim Erwachsenen. Außerdem können die Symptome als pubertäres Verhalten fehlinterpretiert werden.

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Schizophrenie - Ja oder Nein?  
 

In Zukunft könnte ein Biomarker zur Früherkennung der Schizophrenie zur Verfügung stehen.

Etwa 1 % der Bevölkerung leiden an einer Schizophrenie. Dadurch entstehen dem Gesundheitssystem und der Volkswirtschaft hohe Kosten und die Betroffenen  erleiden starke Einbußen in ihrer Lebensqualität. Studiendaten deuten darauf hin, dass eine möglichst frühe Diagnose und Therapie der Schizophrenie den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen kann. Nach dem Auftreten erster Symptome vergehen aber bis zur richtigen Diagnosestellung in der heutigen Zeit immer noch im Durchschnitt drei bis fünf Jahre. Dies liegt auch u.a. daran, dass es bisher keine geeigneten Biomarker zur Identifizierung von Hochrisiko- und Schizophrenie-Patienten gab. Dies könnte sich bald ändern.

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Erstmals Vorhersage der Schizophrenie mit Hilfe bildgebender Verfahren möglich  
 

Ein internationales Forscherteam aus Wissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität, München, der Friedrich-Schiller-Universität, Jena, und der University of Pennsylvania, USA, konnte nun erstmals den Nachweis erbringen, dass sich aus zerebralen Kernspintomografie-Daten von Hochrisiko-Probanden mit computergestützten Verfahren der künstlichen Intelligenz Muster neuroanatomischer Veränderungen extrahieren lassen, die diese Personen von gesunden Kontrollprobanden signifikant unterscheiden.

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Schizophrenie verändert die Gehirnstruktur.  
 

Kann man Risikopatienten neuroanatomisch frühzeitig erkennen?

Das Krankheitsbild der Schizophrenie umfasst auch konkrete morphologische und strukturelle Veränderungen im Gehirn. So konnte in einer Metaanalyse mehrerer Studien mit Hilfe der Magnetresonanztomographie (MRT) gezeigt werden, dass bei Patienten mit Schizophrenie das Volumen des anterioren cingulären Kortex (ACC) im Vergleich zu Gesunden signifikant geringer ist. Der anteriore cinguläre Kortex ist Teil des präfrontalen Kortex. Er spielt eine wichtige Rolle sowohl bei der Entstehung und Verarbeitung von Emotionen als auch bei höheren kognitiven Funktionen wie Problemlösung und Entscheidungsfindung.

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Schizophrenie bei Jugendlichen - der Hausarzt ist gefragt  
 

Bei der Diagnose der Erstmanifestation einer Schizophrenie bei Jugendlichen spielt der Hausarzt eine wichtige Rolle.

Bei der Erstmanifestation einer schizophrenen Psychose im Jugendalter ist vor allem der Hausarzt gefragt. Oft fehlt bei den Betroffenen selbst die Einsicht in eine Erkrankung und die Eltern wenden sich hilfesuchend an ihren Hausarzt. Ihnen sind meist typische Verhaltensänderungen ihres Kindes aufgefallen wie sozialer Rückzug, schulischer oder beruflicher Leistungseinbruch, zunehmendes Misstrauen und Depressivität.

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Metabolisches Syndrom bei Schizophrenie  
 

Metabolisches Syndrom und Schizophrenie sind aus unterschiedlichen Ursachen häufig miteinander verbunden.

Die durchschnittliche Lebenserwartung von Patienten mit Schizophrenie ist etwa 20 % geringer als in der Allgemeinbevölkerung. Neben dem Suizidrisiko liegt dies vor allem an einer hohen Zahl von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese ergeben sich wiederum aus der hohen Prävalenz von Schizophrenie-Patienten zur Entwicklung eines metabolischen Syndroms. Patienten mit Schizophrenie leiden häufig an Übergewicht, Hypertonie, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen.

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Neurobiologische Grundlagen für kognitive Defizite bei Patienten mit Schizophrenie  
 

Patienten mit Schizophrenie weisen kognitive Defizite auf, vor allem bei Arbeitsgedächtnis und Aufmerksamkeit. Dies kann man neurobiologisch begründen.

Schizophrenie ist bereits in sehr frühen Phasen des Krankheitsverlaufs mit verschiedenen kognitiven Einschränkungen verbunden, besonders mit Defiziten im Arbeitsgedächtnis und in der Aufmerksamkeit. Da andere kognitive Einschränkungen durchaus als Folge der Defizite im Arbeitsgedächtnis und bei der Aufmerksamkeit verstanden werden können, wurden speziell diese Defizite bei Schizophrenie-Patienten in einer Studie aus Deutschland näher untersucht.

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Komorbidität von Schizophrenie und Depression  
 

Das gemeinsame Auftreten von Schizophrenie und Depression sollte beachtet werden.

Patienten mit Schizophrenie haben oft eine Komorbidität mit Depression. Diese Schizophrenie-Patienten mit zusätzlichen depressiven Symptomen weisen in Studien eine geringere Lebensqualität auf als Schizophrenie-Patienten ohne depressive Symptome. In einer Studie aus Spanien konnten die Autoren noch weitere Folgen der Komorbidität von Schizophrenie und Depression aufzeigen.

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Der Protein-Code der Schizophrenie  
 

Magdeburger Forscher fanden heraus, dass bei schizophrenen Patienten an den Synapsen im Gehirn eine andere Protein-Zusammensetzung vorliegt als bei Gesunden. Eines dieser veränderten Proteine, Prohibitin, scheint am Entstehen der Krankheit ursächlich beteiligt zu sein.

Im Film "A Beautiful Mind" sagt Russell Crowe als Darsteller des genialen schizophrenen Mathematikers John Nash: "Das ist der Albtraum bei der Schizophrenie. Nicht zu wissen, was wahr ist. Stellen sie sich vor, sie würden plötzlich erfahren, dass die Menschen und die Orte und die Momente, die ihnen am wichtigsten sind, nicht nur weg, nicht tot wären, sondern noch viel schlimmer: nie existiert hätten. Was für eine Hölle wäre das?"

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Schizophrenie: Drei Erbgutregionen auffällig  
 

Neue Erklärungsansätze für genetische Faktoren der Schizophrenie entdeckt.

Die Entstehung einer Schizophrenie wird in vielen Fällen mit genetischen Faktoren in Verbindung gebracht. Patienten mit Schizophrenie haben aber häufig keine oder nur wenige Nachkommen. Da die Prävalenz für Schizophrenie in der Bevölkerung konstant bei etwa einem Prozent liegt, kann deshalb eine Vererbung genetische Faktoren allein nicht erklären.

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