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Suizidrisiko bei Depressiven steigt mit genetischer Veranlagung  
 

Mutationen im Rezeptorgen NTRK2 erhöhen das Risiko zum Suizidversuch

Untersuchungen zu den genetischen Ursachen von Suizidverhalten bei depressiven Patienten assoziiert Varianten des Tyrosin Kinase 2 Rezeptor Gens (NTRK2) mit dem erhöhten Risiko von Suizidversuchen. Als Bindestelle für den Nervennährstoff BDNF (Brain Derived Neurotrophic Factor) besitzt NTRK2 eine wichtige Funktion zur zielgerichteten Netzwerkbildung von Nervenzellen und somit zur geordneten neuronalen Kommunikation. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie eröffnen mit den entdeckten Mutationen das Studium der molekularen Ursachen von Suizidverhalten. (Archives of General Psychiatry, 1. Februar 2010)

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Depression wirkt auf eine Lungenerkrankung (COPD) negativ.  
 

Auch bei einer Lungenerkrankung (COPD) kann eine Depression eine wichtige Rolle spielen.

Depressionen weisen nicht nur eine häufige Komorbidität mit anderen psychischen Erkrankungen auf sondern auch mit einer Reihe von organischen Krankheitsbildern. So konnte in einer Studie aus Kanada ein Zusammenhang zwischen einer Depression und der Schwere einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) gezeigt werden.

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Stärken Gene ein Placebo?  
 

Placebos können Menschen mit Depression helfen - Erklärungsversuche

Warum reagieren Menschen auf ein Placebo? Und warum ist diese Reaktion bei verschiedenen Individuen unterschiedlich stark ausgeprägt? Die Ursachen des Placebo-Effekts sind immer noch nicht abschließend geklärt. Vermutet wird eine Kombination aus verschiedenen biologischen und psychologischen Faktoren. Eine Studie aus den USA bringt nun auch genetische Unterschiede ins Gespräch.

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Depression hat morphologische Auswirkungen im Gehirn  
 
Eine schwere Depression (major depression) führt zu Veränderungen in der grauen Substanz.

Eine schwere Depression (major depression) scheint mit Veränderungen in der Struktur verschiedener Bereiche des Gehirns verbunden zu sein. Dies gilt besonders für die Bereiche des Gehirns, die mit einer Modulation von Stimmung und Gemütslage in Verbindung gebracht werden. In einer aktuellen Studie aus Deutschland wurde dieser Zusammenhang deshalb näher untersucht.

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Volkskrankheit Depression: Verbesserung der Diagnostik und Therapie  
 
DGPPN federführend: Erstmals kombinierte Behandlungs- und Versorgungsleitlinie zur unipolaren Depression

Depressionen zählen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation zu den häufigsten psychischen Leiden überhaupt. Hochrechnungen zufolge wird die Depression im Jahre 2030 in den industrialisierten Ländern auf Rang 1 der Krankheiten stehen, an denen Menschen leiden. Allein in Deutschland sind bereits heute schätzungsweise fünf Prozent der Bevölkerung, also etwa vier Millionen Menschen, betroffen. Trotz dieser hohen Zahl wird die Volkskrankheit Depression in der Hälfte der Fälle nicht diagnostiziert und deshalb oft nur unzureichend oder gar nicht behandelt, obwohl die Möglichkeiten der Behandlung in den vergangenen Jahren immer besser geworden sind. Um die Defizite in der Versorgung abzubauen und das wissenschaftlich-medizinische Know-how in Diagnostik und Therapie nachhaltig zu verbessern, hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit anderen Institutionen und Organisationen eine neue evidenzbasierte Leitlinie zur unipolaren Depression erarbeitet.

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Steigende Bedeutung von Online-Diskussionsforen für depressiv Erkrankte  
 

Internetforen werden auch von depressiv Erkrankten zunehmend intensiv und parallel zur professionellen Behandlung genutzt. Das zeigt eine Studie der Universität Leipzig zur Nutzungsweise von Selbsthilfeangeboten im Internet.

In dem professionell moderierten Selbsthilfeforum wurden mittlerweile über 160.000 Postings von ca. 9000 registrierten Nutzern verfasst. Etwa 150 Beiträge gelangen täglich hinzu. Schätzungen zufolge nutzen etwa zehn Mal so viele Nutzer das Forum passiv als Informationsquelle. "In den letzten Jahren hat sich das Online-Diskussionsforum des Deutschen Bündnisses gegen Depression und des Kompetenznetzes Depression/Suizidalität zum größten deutschsprachigen Internetangebot für depressiv Erkrankte entwickelt", sagt Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie der Universität Leipzig und Sprecher des Kompetenznetzes Depression/Suizidalität.

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Depression und Diabetes: Mortalitätsrisiko steigt um 38 %  
 

Eine Depression bei einem Diabetiker wirkt sich auf das Mortalitätsrisiko bei Diabetes mellitus aus.

Eine Depression kann den Verlauf einer ganzen Reihe von chronischen organischen Erkrankungen negativ beeinflussen. So konnte in Studien gezeigt werden, dass eine Komorbidität von Depression mit Diabetes mellitus das Mortalitätsrisiko bei Diabetikern erhöht. Da diese Studien mit jüngeren Patienten durchgeführt wurden, wurde dieser Zusammenhang jetzt in einer Studie aus den USA speziell für ältere Diabetiker über 65 Jahre untersucht.

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Herzschmerz und Depression  
 

Eine Depression ist häufig mit Komorbidität wie z.B. KHK verbunden - dies hat Folgen.

Die Depression ist eine der häufigsten Erkrankungen in der Allgemeinbevölkerung mit einer Stichtagsprävalenz von etwa 3 bis 4 %. Dies verursacht sehr hohe direkte und indirekte Kosten für das Gesundheitssystem und die Volkswirtschaft. Häufig treten Depressionen darüber hinaus in Komorbidität mit anderen psychischen und somatischen Erkrankungen auf.

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Depressive haben höheres Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko - schützt Sport?  
 

Eine Depression erhöht das Risiko für Krankheiten wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Eine internationale Forschergruppe, an der Privat-Dozent Dr. Christian Otte von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universität Hamburg-Eppendorf (UKE) beteiligt ist, hat diesen Zusammenhang nachgewiesen. Die Ergebnisse der Studie werden am 26. November 2008 in der renommierten Fachzeitschrift "Journal of the American Medical Asssociation" (JAMA 2008; 300 [20]:2379-2388) veröffentlicht.

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Kinder und Jugendliche: Einsatz von Antidepressiva  
 

Eine Risiko- und Nutzenanalyse

Der Einsatz von Antidepressiva wie z.B. selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) bei Kindern und Jungendlichen ist in der Vergangenheit wegen des Risikos von Selbstmordgedanken und Selbstmordverhalten, die durch die Medikation ausgelöst werden können, in die Kritik geraten. In einer aktuellen Metaanalyse wurde dieses Risiko jetzt näher untersucht.

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Psychotherapie bei Depression  
 

Auch der Erfolg einer Psychotherapie bei Depression hat neurobiologische Grundlagen.

Psychotherapie wie z.B. die kognitive Verhaltenstherapie ist eine anerkannte Methode zur Behandlung einer Depression. Die neurobiologischen Grundlagen ihrer Wirksamkeit waren aber bisher unklar. Außerdem war nicht bekannt, welche Faktoren die Unterschiede im individuellen Therapieerfolg erklären können. Auf beides gibt jetzt eine aktuelle Studie einen ersten Einblick.

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KHK und Depression eng verbunden?  
 

Zwischen Depression und einer KHK wie z.B. einem Myokardinfarkt bestehen vielfältige Zusammenhänge.

Depression und kardiovaskuläre Erkrankungen (KHK) sind häufig miteinander verbunden. Dieser Zusammenhang scheint dabei nicht zufällig zu sein und ist wechselseitig. So haben Patienten mit Depressionen ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und diese Erkrankungen nehmen einen schlechteren Verlauf. Ein akuter Myokardinfarkt kann aber auch eine Depression erst auslösen. Dies gilt besonders für Patienten mit depressiven Episoden in der Vorgeschichte. Der Patient kann hier in einen Teufelskreis geraten. Bei Patienten mit Depression und KHK ist das Mortalitätsrisiko auf jeden Fall deutlich erhöht.

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Auch Männer haben Depression  
 

Männer leiden ebenfalls an Depression, dies wird aber häufiger nicht erkannt.

Wie sich aus dem Gesundheitsreport 2008 der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) ergibt, bleibt eine Depression bei Männern in Deutschland häufiger unerkannt als bei Frauen. Dazu trägt bei, dass Männer depressive Symptome meist bagatellisieren oder gar verleugnen. Außerdem zeigen sie bei einer Depression zum Teil ganz andere Symptome wie Aggression, Wutausbrüche und erhöhte Risikobereitschaft. Depressive Frauen sind hingegen eher traurig und bedrückt.

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